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Foto: apa
Das Verwelken und Vergilben seiner Arbeit macht ihn nicht traurig: Die Vergänglichkeit, meint Andreas Bamesberger, sei es, die Blumen - und die Arbeit mit ihnen - so wunderschön mache. Zu wissen, dass Schönheit einzig und allein für einen kurzen Augenblick existiert, erklärt der Chef des Blumenladens "Zweigstelle" ( www.zweigstelle.com ), mache für ihn den Reiz am floralen Gestalten aus. Freilich: Manchmal ist aber auch Bamesberger so stolz auf seine Arbeit, dass er sie gerne ein bisserl länger herzeigt. Und so lud der Blumenarrangeur am Donnerstag zur Ausstellung des "Rosenmantels" - obwohl der doch eigentlich schon längst außer Haus gegeben war: In dem von 14 Floristen in acht Stunden aus 4500 echten Rosen hergestellten Mantel/Kleid war am Life Ball vergangenen Samstag die Fetisch-Diva Dita von Teese auf den Laufsteg vor dem Rathaus promeniert - flankiert von acht Muskelmännern, die die Schleppe des 150 Kilo schweren Blumenkleinods trugen. Aber weil da kaum jemand sehen konnte, dass das - 32.000 Euro teure - Ding tatsächlich aus echten Rosen war und "weil der Mantel den Ball überraschenderweise so gut überstanden hat" (Bamesberger), stellt der Florist das florale Couture-Meisterstück nun in der Porzellangasse aus. Solange es schön ist. Also ein paar Tage noch. Dann geht der Rosenmantel den Weg alles Pflanzlichen - auf den Kompost. Und Bamesberger wird das kein bisserl leid-oder wehtun. Ganz bestimmt. (DER STANDARD – Printausgabe, 27.05.2005)