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Foto: Frank May dpa/lhe
Ein international tätiger Internet-Serienbetrüger ist von der Gendarmerie im Bezirk Kirchdorf in Oberösterreich ausgeforscht worden. Der 42-jährige Deutsche soll auf einer Auktionsplattform mehr als 60 Personen aus Österreich, Deutschland und den Niederlanden um insgesamt rund 10.000 Euro geschädigt haben. Das gab die Sicherheitsdirektion für Oberösterreich in einer Aussendung am Dienstag bekannt.

Auktionsplattformen

Der Arbeitslose aus Deutschland meldete sich bereits im März vergangenen Jahres in Oberösterreich an, um eine Postanschrift für seine Betrügereien vorweisen zu können. Für die Geldtransaktionen eröffnete er bei einer Bank in Linz ein Konto. Er veränderte wiederholt die Schreibweise seines Namens, um Erhebungen zu erschweren und meldete sich unter verschiedenen Usernamen bei der Auktionsplattform an.

Positive Bewertungen

Der Mann versteigerte zunächst preiswerte Gegenstände wie beispielsweise DVDs und Münzen und wickelte den Versand rasch und ordnungsgemäß ab. So erhielt er positive Bewertungen. Nachdem er sich das Vertrauen potenzieller Käufer erschlichen hatte, bot er im Internet teurere Produkte - vorwiegend Handys, Flachbildschirme, Computerspiele und Spielkonsolen - an. Er ließ sich vom jeweiligen Höchstbieter den Kaufpreis samt Versandkosten überweisen, die Ware verschickte er jedoch nicht.

Untergetaucht

Im Mai 2004 gingen die ersten Anzeigen ein, der 42-Jährige war zu diesem Zeitpunkt aber bereits untergetaucht. Er konnte schließlich in Deutschland auf Grund eines europäischen Haftbefehls festgenommen werden und sitzt derzeit in Passau in Untersuchungshaft.

Gegen den Mann wurde Anzeige wegen Verdacht des gewerbsmäßigen schweren Betruges erstattet. Verschiedene deutsche Staatsanwaltschaften führen Erhebungen gegen ihn wegen zahlreicher anderer Betrügereien.(APA)