Wien - 60.000 Wiener bezahlen ihre Parkgebühren berreits via SMS übers Handy, monatlich kommen 1.500 neue m-parking-User dazu. Für die Betreiber - die Stadt Wien, Siemens und die Mobilkom Austria ist das "ein voller Erfolg".

Die Pflicht, beim Handy-Parken in der Kurzparkzone die Auto-Abstellzeit per Parkscheibe anzeigen zu müssen, soll demnächst entfallen.

Das System sei eine "Generationsfrage" und soll "keine Zwangsbeglückung" sein, erklärte Wiener Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder.

SMS-Kosten statt Parkscheine suchen

Im Vorjahr habe die Stadt Wien 1,2 Mio. Euro an Einnahmen aus mobilen Parkscheinen erzielt, berichtete Rieder. Wien hat in die Entwicklung des Systems und den Betrieb für insgesamt zehn Jahre eine Summe von 8,6 Mio. Euro investiert. Dass sich der Parkschein durch die Kosten für das entsprechende SMS verteuert, hält Mobilkom Austria-Generaldirektor Boris Nemsic für vertretbar. Der Zeitgewinn - beim m-parking entfällt der Kauf eines Parkscheins - rechtfertige die Kosten für ein SMS, die zwischen 1 und 10 Cent lägen, sagte Nemsic. Außerdem werde der Kunde durch Bestätigungs- und Verlängerungs-SMS im Gegenzug gratis versorgt.

M-parking kommt auch rund um die Stadthalle

Mit der Gesetzesänderung in der Straßenverkehrsordnung, die bereits im Nationalrat beschlossen worden und deren Verordnung in "wenigen Wochen oder Monaten" zu erwarten sei, soll künftig die "anachronistische" Pflicht für Autofahrer entfallen, beim m-parking mit einer Parkscheibe hinter der Windschutzscheibe die Auto-Abstellzeit anzuzeigen, sagte Rieder. Die Möglichkeit des m-parking werde es künftig im Zuge der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung in Wien auch rund um die Stadthalle geben. (APA)