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Während die Geschäfte in China gut laufen, geht in den USA der Absatz stark zurück.

Foto: APA/dpa/dpaweb/Rainer Jensen
Shanghai - Der deutsche Autohersteller Volkswagen hat in China einen überraschenden Absatzerfolg verbucht. Das kleinere der beiden VW-Gemeinschaftsunternehmen in dem asiatischen Land, FAW-Volkswagen, habe im Mai 22 Prozent mehr Autos verkauft als im Vormonat, sagten Manager des Joint-Ventures der Nachrichtenagentur Reuters. Der Verkauf habe auf 23.000 Autos angezogen, nachdem im April nur 18.900 Fahrzeuge abgesetzt worden waren. Vorjahresvergleiche nannten die Manager nicht.

Der Chef des Gemeinschaftsunternehmens hatte noch im April angekündigt, 2005 werde der Absatz von FAW-Volkswagen nur um ein Prozent steigen, nachdem das Wachstum 2004 gerade einmal 0,7 Prozent auf 300.118 betragen hatte. An FAW-Volkswagen halten VW und die chinesische First Automotive Works (FAW) jeweils 50 Prozent.

Absatzeinbruch in den USA

Die Erfolgsnachricht aus Asien kommt nur einen Tag, nachdem VW einen Absatzeinbruch in den USA bekannt geben musste. Im Mai hatte der deutsche Hersteller dort 37 Prozent weniger Autos verkauft.

In den vergangenen Monaten hat Volkswagen, über Jahre der führende ausländische Autohersteller in China, Marktanteile eingebüßt. Von rund einem Drittel Ende vergangenen Jahres sank der Anteil der Deutschen auf rund 25 Prozent, wie staatliche Medien berichteten. Einige Analysten rechnen damit, dass VW in diesem Jahr erstmalig Verluste in China verzeichnen wird.

Preisdruck

Der chinesische Automarkt, für den Analysten in diesem Jahr zehn bis 15 Prozent China Wachstum prognostizieren, ist für Volkswagen nach dem deutschen der wichtigste Absatzmarkt. Nachdem sich die Absatzzahlen in dem Markt 2003 insgesamt verdoppelt hatten, nahm die chinesische Regierung mit Maßnahmen zur Abkühlung der überhitzenden Konjunktur auch aus dem Automarkt den Schwung. Die Autofirmen reagierten mit Preisnachlässen auf die rückläufige Nachfrage. (APA/Reuters)