In Bregenz gehen die Lichter aus

Bregenz - Beim abgestiegenen Fußball-Bundesligisten SW Bregenz sind noch Spielergehälter offen. Laut einem Bericht von ORF Radio Vorarlberg sind bei Torhüter Mathias Nagel, Verteidiger Mario Bolter, dem norwegischen Legionär Jan-Ove Pedersen sowie bei Trainer Roland Kornexl Lohnzahlungen ausständig. Ein Konkurs scheine nicht ausgeschlossen.

Selbst Vereinsanwalt Stephan Wirth warnt laut "Vorarlberger Nachrichten" ("VN") vor einem allfälligen Konkursfall. Präsident Hans Grill widerspricht: "Ich will keinen Konkurs", wird er in den "VN" zitiert. Nach Informationen der Zeitung ist der 75-jährige Grill, der als Präsident definitiv zurücktreten wird, um einen Vergleich mit dem Finanzamt und der Gebietskrankenkasse bemüht. Der Verein hat Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 770.000 Euro.

Pedersen hat laut ORF bezüglich der ausständigen Lohnsumme bereits seinen Anwalt informiert, eine Klage gebe es aber noch nicht. Die "VN" ihrerseits berichten, dass Pedersen und der deutsche Verteidiger Mirko Dickhaut den Verein auf die Erfüllung ihrer Verträge geklagt hätten.

SW Bregenz wurde am vergangenen Dienstag definitiv die Lizenz für das kommende Spieljahr im österreichischen Profi-Fußball verweigert und müsste in der nächsten Saison in der Regionalliga West antreten. Um dort spielen zu können, muss bei SW Bregenz aber zunächst die Übernahme der Altlasten geklärt sein. Auch eine neue Mannschaft müsste auf die Beine gestellt werden. Viele Leistungsträger haben bzw. werden den Verein verlassen.(APA)