United Nations - Die Frauenberaterinnen der UNO haben die Weltorganisation dafür gegeißelt, eine "vereinte Männerfront" zu senden, um die Taliban dazu zu bewegen, ihre strengen Einschränkungen Frauen gegenüber zu erleichtern. Kanada hatte ein Treffen des Sicherheitsrates zu Menschenrechtsverletzungen organisiert. Kanadas Außenminister verkündete eine Spende von 300.000 Dollar an einen UN-Menschenrechtsfond, um NGOs zu helfen, ihre Aktivitäten für Frauen in Afghanistan fortzusetzen. Fortschritte würden lange brauchen, wenn es nicht zu einem Friedensvertrag im Bürgerkrieg komme, so Angela King, UNO-Frauenbeauftragte. Während politischer Gespräche waren Frauenthemen wenig vorhanden. Die meisten Delegationen setzten sich aus Männern zusammen. Systematische Diskriminierung In der Verurteilung des "systematischen Musters der Diskriminierung" afghanischer Frauen waren sich die meisten SitzungsteilnehmerInnen einig. Die Taliban berauben Frauen - mit religiöser Begründung - der Arbeit, Ausbildung und Gesundheitsvorsorge. Bei Verletzung der strikten Kleidungsvorschriften oder anderer Verordnungen sind Frauen harter Bestrafung ausgesetzt. Die Taliban kontrollieren 90 Prozent des Landes und kämpfen im Norden gegen eine Opposition. Drei Staaten haben sie als offizielle Regierung Afghanistans anerkannt. Der Rat verabschiedete eine UN-Erklärung, in der die Notlage der Frauen hervorgehoben wird. Weiters werden eine Verhandlungslösung, die Auslieferung von bin Laden gefordert. (Reuters/dy)