Vor einer Woche war hier der Ferienreport der Familie R. zu lesen, die in einer Pension im Salzkammergut zu moderaten Preisen so ungefähr alles missen musste, was sich Urlauber unter Urlaub vorstellen.

Erlebnisse dieser Art wecken das Mitteilungsbedürfnis touristischer Leidgenossen, sodass wir hier Stoff für den ganzen Sommer hätten. Gleichzeitig melden sich, meist telefonisch (damit sie besser schreien können), zürnende Hoteliers, die den Fremdenverkehr durch derlei Berichte zu Grabe getragen sehen.

Urlaub vom Urlaub

Nun, diesmal war unter den Anrufern ein angenehm klingender Herr Röder aus Schiefling in der Nähe vom Wörthersee. Er sagte erstens: „Ein unzufriedener Kunde bewirkt leider mehr als zehn zufriedene.“ Und er sagte zweitens: „Ich möchte die Familie für ein Wochenende gratis in mein Bauernhaus einladen.“ Das ist aber nett! – Quasi Urlaub vom verpatzten Urlaub.

Nun, Herr Röder, ich darf Ihnen von Leserin Inge, Martin und Tochter Clara R. „vielen, vielen Dank“ ausrichten. Sie wollen aber als Urlauber nur fair, nicht bevorzugt behandelt werden. Übrigens gefällt ihnen Ihre Homepage so gut, dass sie sich vorstellen könnten, einmal bei Ihnen zu urlauben. (Daniel Glattauer, DER STANDARD Printausgabe, 04./05.06.2005)