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Der Weltmeister im Citroen Xsara deklassierte die Konkurrenz.

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Der letzte fünfach Sieger: Timo Salonen und sein 205er auf der 1000-Seen-Rallye.

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Kemer/Türkei - Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb ist auch im siebenten WM-Lauf der Konkurrenz auf und davon gerast. In der Türkei fixierte der Franzose am Sonntag im Citroen Xsara bereits seinen fünften Saison-Sieg und baute damit seinen Vorsprung in der WM weiter aus.

Der 31-jährige Elsässer verwies nach 1.228 Kilometern bei seinem 15. Karriere-Erfolg seinen Verfolger und Titelrivalen Petter Solberg im Subaru Impreza um 59,6 Sekunden auf den zweiten Rang. In der Fahrer-WM liegt der Norweger nun 13 Punkte hinter Loeb, während der in der Türkei pausierende Wiener Manfred Stohl weiter Gesamtsiebenter ist. Mit einem Rückstand von 1:15,3 Minuten erreichte der Finne Marcus Grönholm im Peugeot 307 als Dritter das Ziel im türkischen Mittelmeerort Kemer.

Zwang zur Langsamheit

Ausnahme-Pilot Loeb egalisierte mit dem Türkei-Triumph den 20 Jahre alten Rekord des Finnen Timo Salonen, der in seinem Weltmeisterjahr 1985 im Peugeot 205 Turbo 16 ebenfalls vier Rallyes hintereinander gewonnen hatte. "Es fiel mir nicht leicht, das Tempo zurückzunehmen. Aber ich musste es tun, um diesen Sieg nicht zu gefährden", meinte Loeb, der im Vorjahr in der Türkei seine erste echte Schotter-Rallye gewonnen hatte. Seine neue Stärke bewies der Asphaltspezialist diesmal mit zehn von 17 möglichen Sonderprüfungs-Bestzeiten auf den harten türkischen Pisten.

Der dreifache Monte-Gewinner hat damit in diesem Jahr schon vier von bisher fünf absolvierten Schotter-Rallyes für sich entschieden. "Auch hier war wieder alles perfekt. Wir hatten keine Probleme, das Auto lief einwandfrei und das Team hat hervorragend gearbeitet", betonte der Champion.

Sainz Vierter

Citroen-Sportchef Guy Frequelin hatte zudem einen weiteren Grund zur Freude. Der als Gastfahrer für den erfolglosen Belgier Francois Duval verpflichtete Rallye-Pensionist Carlos Sainz aus Spanien, der im November 2004 seine aktive Laufbahn eigentlich beendete hatte, erreichte nach einer siebenmonatigen Pause als Vierter (Rückstand: 4:17,9 Minuten) das Ziel. Wer den zweiten Werks-Citroen im nächsten WM-Lauf in Griechenland (24. 26. Juni 2005) pilotieren wird, dazu wollte Frequelin vorerst nichts sagen.

Endstand Türkei-Rallye - siebenter von 16 WM-Läufen:

1. Sebastien Loeb/Daniel Elena (FRA) Citroen Xsara WRC 4:21:48,0 Stunden - 2. Petter Solberg/Philip Mills (NOR/GBR) Subaru Impreza WRC + 59,6 Sekunden - 3. Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (FIN) Peugeot 307 WRC 1:15,3 Minuten - 4. Carlos Sainz/Marc Marti (ESP) Citroen Xsara WRC 4:17,9 - 5. Markko Märtin/Michael Park (EST/GBR) Peugeot 307 WRC 5:57,2 - 6. Toni Gardemeister/Jakke Honkanen (FIN) Ford Focus WRC 8:07,3 - 7. Roman Kresta/Jan Mozny (CZE) Ford Focus WRC 8:48,3 - 8. Gigi Galli/Guido D'Amore (ITA) Mitsubishi Lancer WRC 9:38,9

Sieger der Sonderprüfungen: 10 Loeb, 4 Solberg, 2 Galli, 1 Grönholm

Ausgeschieden: u.a. Armin Schwarz (GER) Skoda Fabia WRC, Daniel Carlsson (SWE) Subaru Impreza WRC

WM-Wertung: 1. Loeb 55 Punkte - 2. Solberg 42 - 3. Märtin 38 - 4. Grönholm 32 - weiter: 7. Manfred Stohl (AUT) 11