Brüssel - Nach zähem Ringen haben sich die EU-Staaten nun doch auf ein neues Statut für die 732 Europaabgeordneten geeinigt. Wie aus Ratskreisen am Montag verlautete, stimmten fast alle Staaten dem neuen Gehaltsschema für die EU-Parlamentarier zu, nur Frankreich und die Niederlande enthielten sich der Stimme. Das Statut muss nun noch vom Europaparlament beschlossen werden, damit es wie vorgesehen 2009 in Kraft treten kann. Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments soll sich bereits in dieser Woche in Straßburg mit dem Dossier befassen. Das neue Statut sieht ein einheitliches Bruttogehalt von 7.000 Euro monatlich zwölf Mal im Jahr vor, es verpflichtet die Abgeordneten auch zu einer genauen Abrechnung ihrer Reisekosten. Bisher gab es erhebliche nationale Unterschiede in den Einkommen der EU-Abgeordneten. Spitzenreiter sind etwa die italienischen Parlamentarier mit rund 11.000 Euro brutto monatlich, während ein ungarischer Kollege nur auf 800 Euro kommt. Die Österreicher erhalten derzeit rund 8.600 Euro. Künftig sind aber keine Pensionsbeiträge mehr von dem neuen Gehalt zu zahlen, alle Abgeordneten haben Anspruch auf eine Altersvorsorge aus dem EU-Haushalt. (APA)