Hamburg - Der im Zuge des deutschen Wettskandals inhaftierte Kroate Milan S. wurde am Dienstag überraschend entlassen. Wie der Sprecher der Berliner Justizbehörde Michael Grunwald am Dienstagabend bestätigte, erhielt S. am Dienstag gegen eine Kaution von 40.000 Euro Haftverschonung, nachdem er zuvor umfangreiches und detailliertes Teilgeständnis abgelegt hatte.

Dabei habe S. seine bisherige Darstellung deutlich verändert, betonte Grunwald. Seine aktuelle Darstellung decke sich in weiten Teilen mit den Ergebnissen der Ermittlungen.

Wie "Spiegel Online" berichtete, machte S. Angaben, die den Wettskandal auf eine internationale Ebene ausweiten. So soll er zugegeben haben, dass man im Jahr 2004 auch ein Spiel der türkischen Superliga habe manipulieren wollen. Laut "Spiegel Online" soll es sich dabei um die Partie zwischen MKE Ankaragücü und Galatasaray Istanbul gehandelt haben. (APA/AP)