St. Pölten - Jener 47-Jährige, der in der Nacht auf Montag in Wilhelmsburg seine Frau mit einem Messer ermordet haben soll, zeigte sich bei seinen ersten Einvernahmen im Kosovo geständig.

Allerdings will er in Notwehr gehandelt haben, wie die NÖ Sicherheitsdirektion am Mittwoch bekannt gab. Der Verdächtige war nach der Bluttat mit den vier Kindern im Alter von zehn bis 14 Jahren in seine Heimat geflohen. An Montagnachmittag hatte er sich in Pristina im Hauptquartier der UNO-Übergangsverwaltung im Kosovo gestellt.

Der 47-Jährige gab an, dass ihn seine Frau zuerst mit dem Messer attackiert hatte. In Notwehr habe er sie dann getötet. Die Obduktion ergab, das der 36-Jährigen durch einen zwei Zentimeter langen Stich oberhalb des linken Kieferwinkels die Halsschlagader und durchtrennt wurde. Todesursache war die Verletzung mit dem anschließenden Verblutungsschock.

Laut NÖ Sicherheitsdirektion sind die Kinder derzeit bei den Eltern und beim Bruder des Verdächtigen in Istog untergebracht. Sie werden ebenfalls einvernommen.

Die Ermittlungen im Umfeld der Familie ergaben, dass der Verdächtige rasend eifersüchtig gewesen sein, immer wieder dürfte es auch zu Gewaltausbrüchen gekommen sein. Die 36-Jährige soll an ihrem Arbeitsplatz um Zusatzdienste ersucht haben, nur um nicht nach Hause gehen zu müssen.(APA)