Linz - Auf heftige SP-Kritik stieß die am Mittwoch von Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) präsentierte Ausgliederung des Linzer Landestheaters und des Bruckner Orchesters aus der Landesverwaltung in eine selbstständige "Theater- und Orchester GmbH".

Stein des roten Anstoßes ist das - laut SP-Landeschef Erich Haider - Fehlen von zwei stimmberechtigten Belegschaftsvertretern im Aufsichtsrat der neuen Betriebsgesellschaft. "Laut Bundestheatergesetz müssen zwei Betriebsräte im Aufsichtsrat sitzen. Dies sollte auch für das Linzer Landestheater gelten", kritisiert Haider.

"Reine SPÖ-Polemik", entgegnet man aus dem Büro von Pühringer. Eine rechtliche Prüfung habe eindeutig ergeben, dass eine Entsendung von Betriebsratsmitgliedern in den Aufsichtsrat auf Landesebene rechtlich nicht möglich ist. Man habe daher eine Form gewählt, die den Betriebsräten zumindest eine beratende Stimme im Aufsichtsrat ermöglicht. (mro/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.6.2005)