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Der frührer bosnische Serbengeneral Ratko Mladic wird seit Jahren vom UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gesucht. Seine bisher nicht erfolgte Auslieferung gilt als eines der Haupthindernisse auf dem Weg Serbiens in die EU.

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Belgrad - Der serbisch-montenegrinische Menschenrechts-und Minderheitenminister Rasim Ljajic glaubt nicht, dass sich der frühere bosnische Serbengeneral Ratko Mladic dem UNO-Kriegsverbrechertribunal stellen wird. Er sei überzeugt, dass man den seit Jahren untergetauchten mutmaßlichen Kriegsverbrecher werde festnehmen müssen, wurde Ljajic am Sonntag vom Sender B-92 zitiert.

Indirekte Verhandlungen

Die Tageszeitungen "Politika" berichtete indes, dass die serbischen Behörden mit Mladic zurzeit indirekte Verhandlungen über seine Übergabe führten. Demnach soll sich der einstige bosnisch-serbische Militärführer schon seit sechs Monaten in einer einstigen sowjetischen Republik aufhalten. Die Verhandlungen mit ihm würden von einem fremden Nachrichtendienst geführt.

Unter Berufung auf Kreise in Sicherheitsdiensten berichtet das Blatt auch über den "sehr schlechten Gesundheitszustand" des Haager Angeklagten. Er musste sich neuerdings bereits zwei Mal einer Geschwulstoperation unterziehen, will das Blatt wissen. (APA)