Leipzig - Die deutschen Jungsozialisten fordern von ihrer Mutterpartei SPD klare Programme und eine Kurskorrektur. "Wir brauchen eine Agenda 2010 und soziale Balance", sagte der Juso-Vorsitzende Björn Böhning am Freitag beim Juso-Bundeskongress in Leipzig. Mit dem angekündigten Linksbündnis der PDS-Reformkommunisten und der Wahlalternative WASG sieht Böhning die SPD unter Druck. "Die Aufgabe der SPD ist es nun, keinen Platz zu lassen am linken Rand", sagte er zum Auftakt des dreitägigen Delegiertentreffens.

Am späten Freitagnachmittag wollte SPD-Generalsekretär Klaus-Uwe Benneter auf dem Juso-Kongress zur Situation der Partei nach der Landtagswahl im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen sprechen. Am Samstag steht eine Rede des Parteivorsitzenden Franz Müntefering zum Thema "Sozialer Fortschritt in neuen Zeiten" auf dem Programm.

Der Vorsitzende des SPD-Arbeitnehmerflügels AfA, Ottmar Schreiner, will sich im Rahmen des Kongresses zur "Zukunft der Volkspartei SPD" äußern. Beiträge sind unter anderem auch von der SPD-Linken Andrea Nahles und am Sonntag von der deutschen Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul vorgesehen. Bei der turnusmäßigen Wahl der Juso-Spitze wird eine Bestätigung Böhnings erwartet. Den Jusos gehört jedes Mitglied der deutschen SPD unter 35 an. Derzeit sind dies 70.000 Personen. (APA/dpa)