Sydney - In Australien herrscht Verärgerung über den Internationalen Radsportverband (UCI). Dieser hatte am Freitag bekannt gegeben, dass zwei Bahnbewerbe (1.000 m Herren und 500 m Damen) bei den Olympischen Spiele 2008 in Peking gestrichen werden. Dafür wird es erstmals zwei BMX-Bewerbe (Herren und Damen) geben. Die beiden Bahnbewerbe werden aber weiterhin im WM-Programm aufscheinen.

"Cycling Australia"-Boss Graham Fredericks sagte, er sei geschockt, dass zwei der prestigeträchtigsten Radbewerbe gestrichen worden seien. "Besonders enttäuschend ist es für die Frauen, die nun nur noch einen Sprintbewerb bei Olympia haben."

Zeitfahr-Olympiasiegerin Anna Meares, die vergangenes Jahr in Athen Gold geholt hat, war sehr verärgert. "Ich bin sehr enttäuscht, um es freundlich zu sagen und sehr böse, um ehrlich zu sein", sagte sie. "Ich verstehe ihre Logik nicht. Ich denke, sie hätten andere Bewerbe anschauen sollen, weil die Zeitfahren sind zwei der aufregendsten Bewerbe auf der Bahn." Sie könne jedenfalls nur schwer glauben, dass alle Länder der UCI-Entscheidung zugestimmt haben.

Die australischen Athletinnen und Athleten zählen im Bahnrad-Sport traditionell zu den besten der Welt. (red/APA/Reuters)