Wien - Die ÖsterreicherInnen geben der neuen ÖVP-FPÖ-Regierung nach zwei Monaten im Amt ein "Befriedigend". Das geht aus einer am Montag veröffentlichten market-Umfrage (501 Telefoninterviews, 3. bis 4. April) hervor. Sechs Prozent geben der Regierung ein "Sehr gut", 23 Prozent ein "Gut". Auf der anderen Seite halten zwölf Prozent die Arbeit für "nicht genügend", 19 Prozent geben ein "Genügend". 32 Prozent geben ein "Befriedigend", die Durchschnittsnote ist 3,3. Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V)schneidet am besten ab. Ihr geben 32 Prozent die Note "Sehr gut". Auf den Plätzen zwei und drei folgen Finanzminister Karl-Heinz Grasser (F) und Innenminister Ernst Strasser (V). Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F) und Kanzler Wolfgang Schüssel (V) erhielten von 15 bzw. 13 Prozent die Note "Sehr gut". Am unteren Ende der Skala finden sich Infrastrukturminister Michael Schmid (F) und Justizminister Dieter Böhmdorfer (F) mit je sechs Prozent "Sehr gut" und Sozialministerin Elisabeth Sickl (F) mit fünf Prozent "Sehr gut". Als wichtigste Aufgabe der Regierung sehen die Befragten die Sicherung der Pensionen an: 66 Prozent gaben auf einer fünfteiligen Skala die Note eins. Es folgen die Wahrung der Neutralität (57 Prozent) und die Eindämmung der Kriminalität (54 Prozent) sowie die Beendigung der EU-Sanktionen gegen Österreich (54 Prozent). Privilegienabbau in Politik und Verwaltung wird von 53 Prozent als sehr wichtig eingeschätzt. Das Bemühen um Österreich wird derzeit in erster Linie der ÖVP abgenommen. 34 Prozent meinen, die Volkspartei gebe sich derzeit die meiste Mühe um das Land. 15 Prozent glauben dies von der SPÖ, elf Prozent von den Grünen und neun Prozent von den Freiheitlichen. (APA)