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Foto: AP /Remy de la Mauviniere
Paris - Mit überraschendem Humor hat die französische Journalisten Florence Aubenas nach ihrer Ankunft in Paris zu ihrer Geiselhaft im Irak und den Solidaritätskundgebungen Stellung genommen. "Einmal haben die Geiselnehmer mir gesagt: ´Sie werden fernsehen können, denn sie wirken sehr deprimiert, und jeder weiß, dass das Fernsehen die Stimmung hebt´". Die Entführer hätten ihr die Hand- und Fußfesseln abgenommen und ihr erlaubt, "ein klein wenig die Augenbinde zu lüpfen", sagte sie.

Nach einer Weile verstehe ich, dass Florence Hussein heißt

"Da war eine Ansagerin und darunter sehe ich ein Laufband und ich sage mir: ´Hey, das ist ein gutes Zeichen für mich. Dieses Mädchen heißt Florence Hussein. Dahinter sehe ich eine Zahl: 140. Nach einer Weile verstehe ich, dass Florence Hussein heißt, dass sie von mir reden und dass die 140 die 140 Hafttage bedeuten´".

Habe mich früher über Unterstützungskonzerte lustig gemacht

Früher sei sie "die erste gewesen, die sich über Unterstützungskonzerte lustig macht, die erste, die nicht zu Kundgebungen geht", sagte Aubenas. "Also, wenn man das sieht, dann bedauert man aus ganzem Herzen, nicht mehr mitgemacht zu haben. Das nächste Mal, wenn Sie eine Demonstration machen, werde ich hingehen. Das verspreche ich, denn das tut so gut, wenn man das zusammengekrümmt auf dem Boden sieht." (APA/dpa)