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Feiern in Pjöngyangs Kim-il-Sung-Stadion

Foto: Reuters
Seoul - Am fünften Jahrestag des Versöhnungsgipfels in Korea haben beide Staaten ihren Willen zu weiterer Zusammenarbeit bekräftigt. Beide Seiten sollten ihrer Verantwortung gerecht werden, auf eine Wiedervereinigung hinzuwirken, sagte der nordkoreanische Ministerpräsident Pak Pong Ju zum Auftakt der Jubiläumsfeier in Pjöngjang. Der südkoreanische Delegationsleiter, Vereinigungsminister Chung Dong Young, rief zur Überwindung der militärischen und ideologischen Konfrontation mit Hilfe eines friedlichen Dialogs auf.

Erstmals seit dem Ende des Korea-Kriegs 1953 waren am 15. Juni 2000 die Präsidenten beider Staaten, Kim Jong Il aus dem kommunistischen Norden und Kim Dae Jung aus dem proamerikanischen Süden, zu einem Gipfel zusammengekommen. Abgesehen von gemeinsamen Wirtschaftsprojekten sind die damals ins Auge gefassten Vorhaben zur Annäherung bisher aber kaum umgesetzt worden. Der Grund dafür liegt vor allem im Atomstreit mit Nordkorea, der sich seit Ende 2002 zugespitzt hat. Seit fast einem Jahr boykottiert Nordkorea die internationalen Sechsergespräche zur Beilegung des Konflikts.

Außenminister Ban Ki Moon sagte in Seoul, die südkoreanische Delegation werde sich in Pjöngjang für eine Rückkehr Nordkoreas an den Verhandlungstisch einsetzen. In der kommenden Woche sind in Seoul bilaterale Gespräche auf Kabinettsebene geplant. (APA/AP)