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Restlos geklärt ist es nach wie vor nicht, warum Pottwale in der Nordsee stranden. Experten vermuten, dass sich die Tiere "verschwimmen".

Foto: APA/EPA/Michael Moore
Büsum - Männliche Pottwale wandern jedes Jahr vom Äquator in die nährstoffreiche Polarregion. Auf dem Rückweg vom Eismeer nehmen sie normalerweise den Weg westlich um die britischen Inseln herum. Manchmal allerdings kommt es vor, dass die Pottwalherden am Nordseeeingang die falsche "Abzweigung" nehmen und in die Nordsee schwimmen. Warum dies geschieht, ist bis heute nicht restlos geklärt. Eine der Theorien geht davon aus, dass Pottwale wie Menschen alles Lebensnotwendige erst lernen. Dazu gehört auch die Echolot-Orientierung, denn Pottwale "sehen" mit den Ohren.

"Verschwommene" Wale

Fällt das alte, erfahrene Leittier einer Herde als Navigator aus, könnten sich junge, unerfahrene Wale "verschwimmen". Andere Theorien machen den Lärm von Bohrinseln oder Schiffen beziehungsweise die Verschmutzung der Meere verantwortlich. Letztendlich könnten auch besondere Wetterbedingungen eine kurzzeitige Desorientierung der großen Meeressäuger verursachen. Einmal in der flachen Nordsee angelangt, haben die Pottwale - sie haben für gewöhnlich mehrere tausend Meter Wasser unter sich - kaum Überlebenschancen. Sie hungern, sind desorientiert und landen schließlich in den flachen Gewässern, aus denen sie sich nicht mehr retten können. (APA/dpa)