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Präsident Thabo Mbeki mit seinem nunmehrigen Ex-Vize Jacob Zuma

Foto: Reuters/Tillum
Johannesburg - Südafrikas Präsident Thabo Mbeki hat am Dienstag seinen Stellvertreter Jacob Zuma entlassen und damit eine seit Tagen schwelende Regierungskrise beendet. Auf einer außerordentlichen Sitzung beider Parlamentskammern in Kapstadt begründete er seine Entscheidung mit Korruptionsvorwürfen gegen Zuma.

Der 63-Jährige ist durch ein Urteil gegen den ihm nahe stehenden Geschäftsmann Shabir Shaik belastet, der wegen Korruption und Betrug zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde. Der Richter hatte bei der Urteilsverkündung erklärt, Zuma und Shaik habe eine "von Grund auf korrupte Beziehung" verbunden.

Rücktrittsforderungen der Opposition hatten zu einer starken Polarisierung innerhalb des regierenden ANC geführt. Der in weiten Teilen der schwarzen Bevölkerung populäre Zuma hatte signalisiert, er wolle nicht kampflos sein Amt aufgeben. Die Entscheidung über Zumas politisches Schicksal gilt am Kap als eine der schwierigsten Entscheidungen in Mbekis Amtszeit. (APA/dpa)