Dubai - Der irakische Al-Kaida-Ableger des Terroristenführers Abu Musab al-Zarqawi hat am Dienstag Abtrünnigen in den eigenen Reihen mit dem Tod gedroht, sollten sie sich auf das Verhandlungsangebot der Regierung einlassen.

Die Regierung in Bagdad hatte am Sonntag erklärt, einige der Rebellenführer seien Gesprächen nicht abgeneigt, nannte aber keine Einzelheiten. Unbestätigten Berichten zufolge soll es sich dabei vor allem um führende sunnitische Extremisten in der Stadt Mosul handeln, die zuletzt Schauplatz etlicher Anschläge von Aufständischen gewesen war.

In einer im Internet veröffentlichten Erklärung hieß es von Seiten der Terroristen nun, von solchen Abweichlern sei nichts bekannt. Zugleich drohte die Gruppe: "Wir werden Gottes Strafe gegen jeden verhängen, der auf der Seite der Kreuzritter steht, ihr Verbündeter ist oder sie unterstützt. Die Schwerter sind bereit und hungern nach Blut."

Bereits im April hatte Zarqawi in einem ihm zugeschriebenen Tonband eine ähnliche Drohung an die Kämpfer ausgesprochen. Damals waren erstmals Berichte laut geworden, wonach Vertreter der irakischen Regierung und der US-Truppen den "Aufständischen" in dem Golfstaat Verhandlungen angeboten hätten.

Zarqawis Gruppe wird für zahlreiche schwere Anschläge auf Vertreter der irakischen Regierung, der Sicherheitskräfte und der US-Truppen im Irak verantwortlich gemacht. Die USA haben auf den aus Jordanien stammenden Extremistenführer ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (20,6 Mio. Euro)ausgesetzt. (APA/Reuters/dpa)