Washington - US-Heimatschutzminister Michael Chertoff teilte am Mittwoch in Washington mit, die Frist für Biometrische Pässe werde auf den 26. Oktober 2006 verschoben.

Die USA haben die Einführung der biometrischen Pässe zur Bedingung dafür gemacht, dass die Staatsbürger der 27 Länder des "Visa Waiver Program", darunter 15 EU-Staaten, weiterhin für bis zu 90 Tage ohne Visum einreisen können. Ursprünglich wollten die USA die biometrischen Pässe bereits ab Oktober 2004 in den Partnerländern erreichen; wegen der Schwierigkeiten wurde die Frist schon einmal um ein Jahr verlängert.

Schon seit Ende September vergangenen Jahres müssen sich auch die Staatsbürger aus den Staaten des "Visa Waiver Program" an US-Schaltern fotografieren und ihre Fingerabdrücke einscannen lassen.

Die USA akzeptieren aber auch weiterhin alte Pässe, deren Gültigkeitsdatum noch nicht abgelaufen ist. Voraussetzung ist, dass sie vor dem 26. Oktober diesen Jahres ausgestellt wurden.

Biometrische Pässe sollen die Fahndung nach mutmaßlichen Terroristen und anderen Straftätern erleichtern. In den USA gehört die Verschärfung der Einreisebestimmungen zu dem Paket von Sicherheitsmaßnahmen, mit denen die Behörden seit den Anschlägen des 11. September 2001 die Grenzen besser absichern wollen. (APA)