Salzburg - Beim Fenstersturz eines Kindes in der Hauptschule Bürmoos handelte es sich nicht um einen Unfall, sondern um einen Selbstmordversuch. Über den Grund für die Verzweiflungstat gibt es noch keine Angaben.

Sprung aus dem Gangfenster

Das 14-jährige Mädchen fragte während des Physikunterrichts, ob es kurz auf die Toilette dürfe. Mit Erlaubnis des Lehrers verließ die Schülerin daraufhin das Klassenzimmer. Als sie nach einigen Minuten nicht zurückkam, sei ihr ein zweites Mädchen gefolgt, um nachzusehen, was los sei, so die Schuldirektorin. Am Gang habe sie gesehen, wie ihre Mitschülerin gerade das Fenster öffnete und versuchte rauszuspringen.

Die Schülerin rannte daraufhin zurück in die Klasse und alarmierte die Lehrerin. Als diese zum Fenster kam, war die Schülerin aber bereits gesprungen. Die 14-Jährige prallte am Asphalt auf. Sie wurde nach der Erstversorgung mit dem Hubschrauber in das Landeskrankenhaus gebracht.

Leicht verletzt

Die Schülerin erlitt nur leichte Verletzungen. "Es geht ihr überraschend gut, sie hat lediglich Prellungen erlitten. Im Augenblick wird sie psychologisch betreut", schilderte ein Sprecher der Landeskliniken.

Abschiedsbrief gefunden

Über das Motiv ist noch nichts bekannt. "So knapp vor dem Schulschluss stehen alle unter Druck, noch dazu in einer vierten Klasse vor dem Schulabschluss", so die Schuldirektorin. Dass die 14-Jährige besondere Schwierigkeiten hätte, ist der Direktorin nicht bekannt. Angeblich wurde ein Abschiedsbrief gefunden.

Die Schüler und auch die Lehrer der Hauptschule der Flachgauer Gemeinde stehen unter Schock. Ein Krisenteam betreut die Klassenkameraden. (APA)