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Wiedersehen am Flughafen: Übersetzer Hanun und Aubenas.

Foto: AP /Jack Guez
Paris - Fünf Tage nach seiner Entlassung aus irakischer Geiselhaft ist der Übersetzer der französischen Journalistin Florence Aubenas, Hussein Hanun, am Donnerstag mit seiner Familie nach Paris gereist. Nach seiner Ankunft sagte der Iraker, er habe zwei Mal die Gelegenheit zur Flucht verstreichen lassen, um Aubenas nicht zu gefährden. "Die Tür war offen und ... bye-bye. Doch ich konnte Florence nicht aufgeben." Hanun und Aubenas waren Anfang Jänner in Bagdad verschleppt und am Samstag nach 157 Tagen freigelassen worden.

Fünf Monate mit verbundenen Augen

Mehr als fünf Monate lang habe er die Augen verbunden gehabt, sagte Hanun. "Man konnte sich nicht sehen, aber ich habe gespürt, dass Florence da war." Zum ersten Mal habe er Ende Mai mit der Journalistin gesprochen. Aubenas hatte erklärt, sie habe erst zehn Tage vor ihrer Freilassung erkannt, dass sie mit Hanun in einem Raum war. Ob die rumänischen Geiseln im selben Raum gewesen seien, könne er nicht sagen.

Mit den Wächtern, sunnitischen Salafisten, hätten sie nicht sprechen dürfen. "Sie geben Befehle, man gehorcht." Hanun dankte den Franzosen für ihren Einsatz für seine Freiheit. Ob er in den Irak zurückkehren werde, wisse er noch nicht. (APA/dpa)