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Wien - Für die frühere Sprachförderung an den Schulen sind derzeit zwei Modelle in Diskussion.

Einerseits könnten schulpflichtige Kinder, die dem Unterricht auf Grund mangelnder Deutsch-Kenntnisse aber nicht folgen können, in einer Art Sonderform der Vorschule in eigenen Klassen gefördert werden (Sprachförderklassen), betonte ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Andererseits könnten Kinder mit sprachlichen Defiziten aber auch für mehrere Stunden pro Woche aus der Regelklasse geholt werden, um spezielle Sprachförderung zu erhalten (Sprachklassen).

Zwei Arten von Förderung

Beim ersten Modell würde nach dem Aufholen der Defizite ein Übertritt in die Regelklasse erfolgen, so Amon. Das zweite wiederum wäre für "Quereinsteiger" besonders geeignet, die nicht schon mit Beginn der Schulpflicht in Österreich in die Schule gehen und werde mit Erfolg in Bayern angewandt. Auch beide Varianten seien denkbar.

Die Sprachförderung soll Schwerpunkt des für den Herbst geplanten zweiten "Schulpakets" von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) werden: Unter anderem soll darin ab 2006/07 die Vorverlegung der Schuleinschreibung um ein halbes Jahr auf ein Jahr vor Schulbeginn gesetzlich festgeschrieben werden. Für heuer werden die Landesschulräte nur ersucht, die Einschreibung vorzuziehen und mit einer Sprachstandsfeststellung zu verknüpfen.

Das noch vor dem Sommer zur Beschlussfassung im Nationalrat anstehende erste Schulpaket will die ÖVP mit einer österreichweiten Kampagne bewerben. Dabei sollen Mandatare in allen Bezirken unterwegs sein, um die Schulpartner zu motivieren, ihnen die darin eingeräumten neuen Möglichkeiten zu nutzen, so Generalsekretär Reinhold Lopatka. (APA)