Wien - Die Richtervereinigung sieht sich von der Kriminalpolitischen Initiative (KI) bestätigt, die an Stelle von neuen Gefängnissen das Qualitätsmanagement in den bestehenden verbessern sowie alternative Strafformen ausbauen möchte und den Bau einer Justizanstalt mit einem zweiten Strafgericht in Wien daher nicht für unbedingt erforderlich hält.

"Namhafte Spezialisten bestätigen damit, dass man der Häftlingszahlen auch ohne einen teuren Neubau Herr werden kann", erklärte Peter Liehl, Obmann der Sektion Wien.

Liehl verlangte von Justizministerin Karin Miklautsch "Alternativen zum ideenlosen Denken, nur teure Gefängnisse zu bauen". Sie möge die Vorschläge der KI jetzt prüfen und Sofortmaßnahmen in die Wege leiten, "weil ein 2008 oder 2009 fertig gestelltes Gefängnis dann nicht mehr notwendig ist". (APA)