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"Die Familie ist wichtig", plakatierten die Demonstranten. Die Regierung hat entschieden, dass das auch für homosexuelle Paare gilt.

Foto: AP/JASPER JUINEN
Madrid/Warschau - Zehntausend Menschen haben am Samstag in der spanischen Hauptstadt Madrid gegen die Zulassung der Homosexuellen-Ehe demonstriert. Der Protestmarsch wurde angeführt von 20 katholischen Bischöfen, darunter auch dem Erzbischof von Madrid, und Politikern der oppositionellen Konservativen. Die Angaben über die Teilnehmerzahl reichten von 160.000 bis 700.000 Personen.

Sie demonstrierten gegen die von der sozialistischen Regierung geplante Zulassung gleichgeschlechtliche Ehen und der Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare. Organisiert hatte die Demonstration das Spanische Familienforum, eine katholische Gruppe. Das Motto sollte sein "Die Familie ist wichtig. Für das Recht auf eine Mutter und einen Vater. Für die Freiheit."

Differenzen

Es ist das erste Mal seit mehr als 20 Jahren, dass sich die katholische Kirche in Spanien derart in die Politik einmischt. Doch bestehen offenbar Differenzen innerhalb der Kirche und der konservativen Volkspartei (PP) über den Protest. So wollten der Vorsitzende der spanischen episkopalen Bischofskonferenz und wichtige Vertreter der oppositionellen PP nicht erscheinen. Der PP-Generalsekretär Angel Acebes nahm jedoch teil.

Eine Mehrheit der Spanier unterstützt in Umfragen die Gesetzesvorlage, die die regierenden Sozialisten von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero einbrachten. Das Gesetz wird wahrscheinlich schon in wenigen Wochen verabschiedet. (APA/AP/EFE)