Die "Washington Post" Reporterin Katrine Boo wurde für die Aufdeckung von Misständen in Heimen für geistig Behinderte mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Aufgrund der Berichte waren die Verantwortlichen gezwungen, Reformen durchzuführen. Zudem erhielten JournalistInnen der Zeitung die Ehrungen für kritische Auseinandersetzungen mit der Pressefotografie und für eigene Fotoreportagen. Somit gingen die meisten der begehrten amerikanischen Medienpreise bei der 84. Pulizer-Verleihung an die "Washington Post". Die US-Nachrichtenagentur Associated Press erhielt einen Preis für die Aufdeckung eines Massakers amerikanischer Soldaten an Zivilisten während des Korea-Krieges. Medienpreise Mit Medienpreisen ehrte das Pulitzer-Komitee neben anderen auch das "Wall Street Journal", die "Los Angeles Times" und das New Yorker Szenemagazin "Village Voice". Zu den Gewinnern der diesjährigen Pulitzer-Preise für Literatur, Theater und Musik gehört die 32 Jahre alte indisch-stämmige US-Autorin Jhumpa Lahiri. Sie wurde für ihr jüngstes Buch "Interpreter of Maladies" geehrt. Die Sammlung von neun Kurzgeschichten der in New York lebenden Autorin, die in Indien und den USA angesiedelt sind, waren bereits zuvor von Kritikern hoch gelobt worden. Theater-Preis Den Theater-Preis erhielt der 48-jährige Dramatiker Donald Margulies für sein Stück "Dinner With Friends". In der seit Monaten am Off-Broadway erfolgreichen Aufführung geht es um ein zunächst scheinbar glückliches Paar, dessen Beziehungen in eine Krise gerät, nachdem sich Freunde scheiden ließen. Weitere Pulitzer-Preisträger für Leistungen im Jahr 1999 sind die Historiker David M. Kennedy und John W. Dower, die Schriftstellerin Stacy Schiff, der Dichter Charles Kenneth Williams und der Komponist Lewis Spratlan. Jede Auszzeichnung ist 5.000 Dollar wert. (pd)