Madrid - Bei Bränden in der nordostspanischen Region Katalonien sind mehr als 860 Hektar Wald vernichtet worden. Nach Angaben des spanischen Katastrophenschutzes gelang es der Feuerwehr Montag Früh, das seit Sonntag wütende Feuer einzudämmen. Spanien leidet zurzeit an der schlimmsten Dürreperiode seit 60 Jahren. ****

Von den Bränden am schwersten betroffen seien die Gebiete um die Ortschaften Talamanca, Navarcles und Calders, hieß es. Teilweise wurden Straßen gesperrt, mehrere Menschen mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen. Unterstützt von zwei Spezialflugzeugen und sechs Hubschraubern setzte sie ihren Kampf gegen die Flammen im Laufe des Tages fort.

Dürre und Hitzealarm

Spanien leidet zurzeit an der schlimmsten Dürreperiode seit 60 Jahren. Umweltministerin Narbona hatte in der vergangenen Woche davor gewarnt, 2005 könne der Auftakt einer jahrelangen Dürre sein. Wegen anhaltend hoher Temperaturen haben die Behörden in Spanien für das Zentrum des Landes Hitzealarm gegeben. Der Zivilschutz begründete dies am Montag vor allem mit den ungewöhnlich hohen Temperaturen in der Nacht. Selbst in der kühlsten Tageszeit am frühen Morgen sinken in den Regionen Kastilien-La Mancha und Madrid die Tiefstwerte nicht unter 24 Grad.

Die "tropischen Nächte" machten vor allem für ältere Leute die Hitze schwer zu ertragen, weil es keine Abkühlung gebe. Die Höchsttemperaturen lagen in Madrid bei 37 und in Toledo bei 40 Grad. Ein Ende der Hitzewelle ist nicht absehbar. (APA/ag.)