London - Eines der größten Gemälde des deutschen Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff ist am Dienstag bei Christie's in London für 2,47 Millionen Pfund (3,7 Millionen Euro) versteigert worden. Das Ergebnis lag deutlich über dem Schätzpreis von 1,8 Millionen Euro, teilte eine Sprecherin des Auktionshauses am Abend mit. Wer den Zuschlag erhielt, wurde zunächst nicht bekannt.

Das 98,5 mal 106 Zentimeter messende Meisterwerk war kurz nach seinem Entstehen von den frühesten Förderern der von Schmidt-Rottluff mitbegründeten KÜnstlergemeinschaft Brücke, dem Leipziger Sammler-Ehepaar Viktor und Hedda Peters, erworben worden. Seit den 60er Jahren befand es sich im Besitz eines Sammlers, der das Bild jetzt versteigern ließ.

"In der Dämmerung" des 1976 im Alter von 91 Jahren gestorbenen Malers gilt als das wohl letzte monumentale Figurenbild in privatem Besitz. Das 1912 entstandene Werk zeigt zwei hockende Gestalten vor einem flammend roten Hintergrund. Nach Angaben von Christie's lässt das Gemälde Schmidt-Rottluffs Verehrung für Paul Gauguin und dessen Sehnsucht nach der harmonischen Einheit von Mensch und Natur erkennen. (APA/dpa)