Wiesbaden - Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden vom Mittwoch wurden 130.471 Abbrüche registriert, 1324 oder ein Prozent weniger als im Vorjahr. Bei verheirateten Frauen sank die Zahl um drei Prozent, bei Frauen zwischen 25 und 30 Jahren sogar um sechs Prozent. Bei ledigen Frauen wurden dagegen zwei Prozent mehr Abtreibungen gezählt, bei minderjährigen drei Prozent mehr. 97 Prozent der Abbrüche wurden nach der gesetzlichen Beratungsregelung vorgenommen, aus der sich die katholische Kirche zurückzieht. Die übrigen Fälle gingen auf so genannte Indikationen zurück, etwa wenn die Gesundheit einer Frau durch die Schwangerschaft gefährdet war. Das Statistische Bundesamt wies darauf hin, dass davon ausgegangen werden müsse, dass nicht alle Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet würden. (Reuters)