Der ORF-Radio-Journalist und Historiker Peter Huemer erhält Donnerstagabend den Willy und Helga Verkauf-Verlon Preis für antifaschistische österreichische Publizistik erhalten. Die Auszeichnung - sie wird seit 1991 für besondere wissenschaftliche und publizistische Leistungen vergeben - wird von Helga Verkauf-Verlon, Witwe des Malers und Künstlers Willy Verkauf-Verlon, im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes in Wien an Huemer übergeben. Die Laudatio hält der Schriftsteller Gerhard Roth. Huemer, der vor allem als Gestalter der Ö1-Reihe "Im Gespräch" bekannt ist, bezeichnete die Auszeichnung als Ehre. Angesichts der gegenwärtigen österreichischen Situation stelle sich aber unweigerlich die Frage nach eigenen Verdiensten und eigenem Versagen. "Warum hat es jeweils drastischer ausländischer Interventionen bedurft, sowohl in der Waldheim-Affäre als auch jetzt, um die Republik Österreich und viele ihrer Bürger auf den teils sorglosen, teils skrupellosen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und gegenwärtigen rassistischen und fremdenfeindlichen Strömungen hinzuweisen?", so Huemer im Vorfeld der Preisverleihung. (APA)