In acht Fächern können die Unis in Zukunft Zugangsbeschränkungen einführen. Publizistik wurde im letzten Moment noch mit hineingenommen. Erlaubt werden Aufnahmeverfahren vor dem Studium oder in bzw nach den ersten zwei Semstern.

Brisant: Nur ein Prüfungstermin muss pro Semester für die Zugangstests angeboten werden.

Eine weitere Verschärfung findet sich in Absatz 2: All die Studierenden, die sich zwischen 4. und 7. Juli inskribiert haben, entgehen damit zwar einem etwaigen Aufnahmetest vor Studienbeginn - sie müssen sich allerdings wie alle anderen AnwärterInnen späteren Tests (etwa nach einem oder zwei Semestern) unterziehen.

Das Rektorat entscheidet über die Beschränkungen. Der Senat hat nur die Möglichkeit einer unverbindlichen Stellungnahme. Der Uni-Rat soll die Senatsfestlegung genehmigen. Tut er das nicht, sondern bleibt untätig, gilt die Festlegung dennoch als beschlossen.

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Im Anschluss die entscheidenden Passagen über die Änderung des Uni-Zugangs im Wortlaut. Geändert wurde das Universitätsgesetz (UG):

§ 124b. (1) Im Zeitraum Wintersemester 2005/2006 bis einschließlich Wintersemester 2007/2008 kann das Rektorat in den Bakkalaureats-, Magister-, Diplom-, und Doktoratsstudien, die von den deutschen bundesweiten Numerus- Clausus-Studien Biologie, Medizin, Pharmazie, Psychologie, Tiermedizin, Zahnmedizin und dem bisherigen deutschen NC-Studium Betriebswirtschaft sowie Kommunikationswissenschaften und Publizistik betroffen sind, den Zugang entweder durch ein Aufnahmeverfahren vor der Zulassung oder durch die Auswahl der Studierenden bis längstens zwei Semester nach der Zulassung beschränken.

Vor dieser Festlegung ist dem Senat Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu geben, die innerhalb einer Frist von zwei Wochen erstatten werden muss. Die Festlegung samt allfälliger Stellungnahme des Senats hat das Rektorat dem Universitätsrat zur Genehmigung vorzulegen. Entscheidet der Universitätsrat nicht innerhalb von zwei Wochen ab Vorlage, gilt die Festlegung als genehmigt.

(2) Bei der Festsetzung der Zahl der Studierenden ist sicher zu stellen, dass in den jeweiligen Studien mindestens gleich vielen Studierenden wie bisher das Studium möglich ist.

(3) Sofern in den Auswahlverfahren Prüfungen vorgesehen sind, gelten für die Wiederholungen die Bestimmungen dieses Bundesgesetzes. Die Wiederholung positiv beurteilter Prüfungen ist zulässig. Prüfungstermine sind grundsätzlich einmal im Semester anzubieten. § 54 Abs. 8 ist nicht anzuwenden.

(4) § 124b gilt für alle Studierenden unabhängig von der Staatsangehörigkeit, die ab dem 7. Juli 2005 zum Studium zugelassen werden. Studierende, die vor dem 7. Juli 2005 zu dem betreffenden Studium zugelassen wurden, bleiben von § 124b unberührt, sofern ein Aufnahmeverfahren vor der Zulassung zum Studium vorgesehen ist.

(5) Die Bundesministerin oder der Bundesminister hat die Auswirkungen des § 124b in Zusammenarbeit mit den Universitäten zu evaluieren und dem Nationalrat spätestens im Jänner 2007 über das Ergebnis der Evaluierung einen Bericht vorzulegen. Die Auswirkungen des § 124b im Falle der Aufnahmeverfahren vor der Zulassung sind überdies gesondert zu dokumentieren." (APA)