Bonn - Am Montag vollzieht die Telekom-Tochter T-Online einen der größten Börsengänge in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Mit dem am Samstag auf 27 Euro (372 S) festgelegten Ausgabepreis für die Aktien des Internet-Dienstes dürfte die Neuemission mindestens 2,7 Milliarden Euro (37,2 Mrd. S) in die Kassen spülen; nicht eingerechnet mögliche Aktien-Nachschläge aus dem so genannten Greenshoe. Nur zwei Börsengänge in Deutschland waren bisher größer. Die Deutsche Post oder die T-Online-Schwester T-Mobil könnten dem Börsenneuling indes im Herbst den Rang streitig machen. Stattliche Summen kommen allerdings auch zustande, wenn bereits börsennotierte Unternehmen neue Aktien herausgeben und damit frisches Geld einsammeln: So bekam etwa die Deutsche Bank im April 1999 rund 6,36 Milliarden Mark, die vor allem in die Übernahme des US-Hauses Bankers Trust flossen. Und die Deutsche Telekom erlöste bei ihrem zweiten Börsengang im Sommer 1999 trotz niedrigeren Emissionsvolumens noch einmal so viel wie beim ersten Mal. Beim letzten großen Zusammentreffen von Bund und Börse hatte sich der Staat im Oktober 1997 für rund 4,7 Milliarden Mark von seinen letzten Lufthansa-Aktien getrennt. (APA)