Washington - Schwarze Frauen, die in die Vereinigten Staaten zurückkehren, werden von ZollbeamtInnen unverhältnismäßig oft für Leibesvisitationen ausgesucht. Einen entsprechenden Kongressbericht zitierte die Washington Post. Demnach war die Wahrscheinlichkeit, dass schwarze Frauen unter dem Verdacht Drogen zu schmuggeln einer Leibesvisitation unterzogen wurden, fast doppelt so hoch als bei weißen Männern und Frauen; im Vergleich zu schwarzen Männern dreimal so hoch. Angehörige von Minoritäten häufiger geröntgt 1997 und 1998 waren nur 102.000 der rund 140 Millionen aus dem Ausland zurückkehrenden US-StaatsbürgerInnen genaueren Untersuchungen unterworfen. Davon wurden 95 Prozent einfach nur abgeklopft, ohne sich ausziehen zu müssen. Weitere 4 Prozent wurden leibesvisitiert und ein Prozent geröntgt. Die Wahrscheinlichkeit, dass AfroamerikanerInnen geröntgt wurden, war fast neun Mal höher als bei weißen Männern und Frauen; jene, dass LateinamerikanerInnen dem Röntgen unterzogen wurden, fast vier Mal höher. “Rassenprofile“ Der ausgeprägteste Unterschied war bei schwarzen Frauen, die US-Staatsbürgerinnen waren, festzustellen. Sie wurden mit einer fast neunmal höheren Wahrscheinlichkeit als weiße US-Staatsbürgerinnen geröntgt. Die Ergebnisse zeigten jedoch, dass sie im Vergleich zu weißen Frauen nur halb so wahrscheinlich Schmuggelware bei sich trugen. Anlass für den Bericht war die Kritik von Frauen aus Minoritätengruppen an „Rassenprofilen“ und demütigender Behandlung durch FlughafeninspektorInnen. (Reuters/dy)