Nach Absagen einiger wichtiger Aussteller wie Microsoft und Sony und dem Scheitern alternativer Präsentationsmodelle hat sich Messeorganisator Reed Exhibitions Messe Wien dazu entschlossen, die Publikumsmesse für Unterhaltungselektronik und Kommunikation Funtec 2005 abzusagen. Die Veranstalter schließen aber nicht aus, die Messe zu einem späteren Zeitpunkt, eventuell mit einem anderen Konzept, neu zu starten.

Verantwortung

Der für 26. bis 30. Oktober 2005 im MessezentrumWienNeu angesetzte Event konnte letztes Jahr laut den Veranstaltern 85.000 Besucher verzeichnen. Messe Wien-Geschäftsführer Matthias Limbeck bedauert in einer Aussendung die Absage, führt aber aus, "dass ein Event wie die Funtec repräsentativ für die vertretenen Branchen sein muss. Da dieses zentrale Kriterium in dieser Form heuer nicht gegeben war, haben wir aus Verantwortung sowohl gegenüber den angemeldeten Ausstellern als auch gegenüber dem Publikum zur Nichtdurchführung der diesjährigen Funtec entschlossen."

Schuld: Kaufzurückhaltung

Limbeck sieht das Problem nicht im Konzept oder dem mangelnden Besucherzuspruch, sondern in der von Kaufzurückhaltung geprägten, und nach seinen Aussagen angespannten Marktsituation für die Unterhaltungselektronikbranche, die eine weitere Unterstützung der Funtec erschwert. Aussagen zur weiteren Entwicklung der Funtec oder ähnlicher Messen will Limbeck zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht treffen, will aber auch mögliche zukünftige Konzeptlösungen nicht ausschließen. (APA)