Wien - Seit 1981, also in den vergangenen 24 Jahren, brachten österreichische Aktien eine durchschnittliche Rendite von jährlich 7,6 Prozent. Mit österreichischen Bundesanleihen fuhr man nicht viel schlechter: Sie warfen im Jahresschnitt 7,5 Prozent Ertrag ab. Zu diesem Ergebnis kommt ein Vergleich der Finanzdienstleistungsgruppe Kapital & Wert. Mit Geldmarktfonds konnte man im Schnitt 4,1 Prozent jährlich erwirtschaften. Von diesen Erträgen war allerdings noch Einkommens- bzw. Kapitalertragssteuer zu entrichten.

Besonders die hohe Rendite von Bundesanleihen überrascht, so Kapital & Wert am Dienstag in einer Presseinformation. Es dürfe allerdings nicht vergessen werden, dass die Zinsen derzeit auf einem historischen Tiefpunkt angelangt sind. In den achtziger und neunziger Jahren waren sie höher. Dies hebe auch die Durchschnittsrendite über mehr als zwei Jahrzehnte.

Unternehmensbeteiligungen besser

Weitaus besser als Wertpapiere rentierten allerdings Unternehmensbeteiligungen: Gewerbliche Beteiligungen der Kapital & Wert-Gruppe brachten seit 1981 im Schnitt 13,3 Prozent Ertrag pro Jahr nach Steuern. Die Immobilienangebote brachten 10,1 Prozent durchschnittlich jährlich netto nach persönlicher Einkommenssteuer, heißt es.

Seit 1981 hat die Kapital & Wert-Gruppe nach eigenen Angaben von 36.500 Anlegern 507 Mio. Euro Risikokapital aufgebracht und in 56 Unternehmensbeteiligungen und in Immobilienprojekte investiert. Pro Jahr werden rund 50 Unternehmen gescreent, zwei bis drei Gesellschaften werden dann im Rahmen von atypisch stillen Beteiligungen dem Anlegerpublikum offeriert. Zuletzt finanzierte Kapital & Wert das Startup von Intercell und ermöglichte damit den Börsegang, gegenwärtig läuft die Zeichnungsfrist für die Beteiligung am Intercell-Spin-off Biovertis. Weitere Beteiligungsangebote für den Herbst befinden sich in Vorbereitung.

Die Kapital & Wert-Gruppe besteht seit 1981 und befindet sich im Besitz der Wiener Städtischen (49,9 Prozent) der BAWAG/PSK-Gruppe (15 Prozent) sowie im Streubesitz (35,1 Prozent). Die Gruppe beschäftigt 49 Mitarbeiter und arbeitet im Vertrieb ausschließlich mit selbstständigen Vermögensberatern zusammen. Bisher wurden 56 gewerbliche Beteiligungen, weiters 31 Vorsorgeimmobilienprojekte und zehn geschlossene Immobilienfonds entwickelt und platziert. (APA)