Wien - Der österreichische Mobilfunkanbieter max.mobil will demnächst aus dem im Dezember 1999 mit der Deutschen Telekom-Tochter T-Online gegründeten Internet-Joint Venture T-Online.at wieder aussteigen. Das erfuhr die APA aus Brancheninsider-Kreisen. max.mobil wollte den bevorstehenden Ausstieg am Montag, nicht kommentieren. An der T-Online.at Internet Service GmbH hält max.mobil 49 Prozent, die Tochter der Deutschen Telekom T-Online 51 Prozent. Um das Joint Venture war es bisher ungewohnt still gewesen. Dies sei auch der Grund für den Ausstieg von max.mobil, denen der Marktauftritt zu wenig aggressiv gewesen sei, vermutet ein Branchenkenner. Die Deutsche Telekom, die über ihre Mobilfunkholding T-Mobil 100-prozentige Eigentümerin von max.mobil ist, werde demnach den Anteil von max.mobil an T-Online.at übernehmen und damit 100 Prozent an der Internet-Firma halten. Markteting-Feldzug im Mai Für Mai plant T-Online im übrigen eine großangelegte Marketing-Kampagne in Österreich, wurde bei der Pressekonferenz anlässlich des Börsengangs von T-Online heute in Frankfurt vom Deutschen Telekom-Vorstand bekanntgegeben. Österreich ist für die Deutschen eines der ersten Zielländer ihrer Expansionsstrategie im deutschsprachigen Raum. Das T-Online.at-Portal ist mit regionaler Ausrichtung auf den Business-to-Consumer-Bereich zugeschnitten und biete tagesaktuelle Informationen aus Wirtschaft und Politik sowie Unterhaltung und Shopping-Dienste. T-Online ist mit mehr als vier Millionen Kunden und 165 Millionen Verbindungen im Monat Europas wichtigster Internet-Provider. In Österreich will T-Online eigenen Angaben zufolge Marktführer werden. (APA)