Jakarta - Eine Woche vor der geplanten Unterzeichnung eines Friedensabkommen für die indonesische Unruheprovinz Aceh hat die Regierung mehr als 650 Soldaten aus der Krisenregion abgezogen. Es gebe keine Pläne, die Marineinfanteristen zu ersetzen, sagte ein Militärsprecher am Sonntag. Jakarta und die separatistische Bewegung Freies Aceh (GAM) wollen am 15. August in Finnland ein Friedensabkommen unterzeichnen, um den fast 30 Jahre währenden Konflikt an der Nordspitze Sumatras zu beenden. Während des Bürgerkrieges um den Status der rohstoffreichen Provinz sind seit 1976 mehr als 12.000 Menschen getötet worden. Durch den verheerenden Tsunami waren Ende Dezember des Vorjahres in Aceh schätzungsweise etwa 170.000 Menschen ums Leben gekommen. Unmittelbar nach der Katastrophe hatten sich GAM und die Regierung in Jakarta auf neue Friedensverhandlungen geeinigt. Ungeachtet der Gespräche in Helsinki gab es jedoch bei neuen Gefechten abermals zahlreiche Tote. (APA/dpa)