Der als Billigalternative zu den teureren LCD- und Plasma-TVs gepriesene Rückprojektionsfernseher erfreut sich in den USA großer Beliebtheit und dominiert die Vertriebskanäle der Händler, berichtet das asiatische Branchenportal DigiTimes. Bei den großflächigen Digital-TV-Technologien (30 Zoll und mehr) halten die Rückprojektionsfernseher nach Berechnungen der Marktforscher von Current Analysis den Löwenanteil. In der Produktliste führender US-Händler machen sie einen Anteil von 57 Prozent aus.

Preisvorteil

Die preisintensiveren Plasmafernseher kommen auf einen Anteil von 29 Prozent, die LCD-TVs auf 14 Prozent der über US-Händler angebotenen großflächigen Digitalfernseher. Die Dominanz der Rückprojektionsfernseher ist freilich vor allem auf ihren Preisvorteil zurückzuführen. Laut Current-Analyst Steve Kovsky ist der durchschnittliche Verkaufspreis der Flachmänner mit 2.724 Dollar deutlich niedriger als der Preis eines vergleichbaren Plasmafernsehers, der für rund 3.400 Dollar zu haben ist.

Dramatische Preisrückgänge

Deutlich billiger als die Plasma-TVs präsentieren sich auch die LCD-Fernseher, deren Preise seit dem Ende des Vorjahres dramatisch gefallen sind. So gingen LCD-TVs im Dezember 2004 noch für einen Durchschnittspreis von 4.295 Dollar über den Ladentisch. Zurzeit kann der Kunde ein vergleichbares LCD-Gerät bereits zum Preis von 2.871 Dollar kaufen. Obwohl auch die Preise für Plasmafernseher seit dem Weihnachtsgeschäft des Vorjahres im Sinkflug begriffen sind, könnten sie sich vom Preis her noch nicht mit der Konkurrenz messen, so Kovsky.

Vormarsch

Der Vormarsch der Rückprojektionsfernseher hatte sich in den USA zum Jahresauftakt dennoch abgekühlt. Der Absatz stellte sich vor allem für die mehrheitlich asiatischen Produzenten wie Sony oder Samsung als enttäuschend dar. Marktforscher prognostizieren den Rückprojektionsfernsehern aber weiteres Wachstum. So soll der weltweite Absatz der Geräte laut DisplaySearch von 6,5 Millionen im laufenden Jahr bis 2008 auf 8,4 Mio. Fernseher klettern.(pte)