Wien - Analysten rechnen bei der für Montag anstehenden Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse 2005 der Erste Bank mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres. Im Mittel erwarten die Experten von Raiffeisen Centrobank und Deutsche Bank ein um 36 Prozent höheres Nettoergebnis von 326,5 Mio. Euro.

Die Konsensschätzung für das Vorsteuerergebnis beläuft sich auf 580,5 Mio. Euro, was einem Anstieg von 15,9 Prozent entsprechen würde. Laut RCB-Analyst Stefan Maxian ist vor allem das starke erste Quartal für die Ergebnissprünge verantwortlich. "Im zweiten Quartal hat die Dynamik etwas nachgelassen", so der Experte.

Das starke Wachstum in Osteuropa sei weiterhin maßgeblich für die Ergebnisverbesserungen, geht aus einer Vorschau der Deutsche Bank hervor. Auch die Tatsache, dass einige osteuropäische Währungen aufgewertet haben, unterstütze das Geschäft, so Stefan Maxian. Er erwartet insgesamt keine großen Überraschungen.

Die Aktien der Erste Bank werden von der RCB derzeit mit "Übergewichten" empfohlen. Das Kursziel wird mit 43 Euro angegeben, soll aber laut Stefan Maxian in nächster Zeit überarbeitet werden. Die Deutsche Bank empfiehlt die Titel zum Kauf bei einem Kursziel von 52,5 Euro.

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 Vorsteuerergebnis   578    583    580,5      501    +15,9%
 Nettoergebnis       321    332    326,5      240    +36,0%

Am Freitag Vormittag notierte die Aktie der Erste Bank in Wien bei 42,45 Euro, ein Plus von 3,49 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. (APA)