Sofia - Der frühere bulgarische König und amtierende Regierungschef Simeon Sakskoburggotski verzichtet auf eine erneute Bewerbung für den Posten des Ministerpräsidenten. Auf die Frage, ob er der Kandidat seiner Nationalen Bewegung (NDSW) sein werde, antwortete Sakskoburggotski am Freitag: "Ich habe Nein gesagt." Damit öffnete er den Weg für Koalitionsgespräche seiner Nationalen Bewegung mit allen rechten Parteien. Der frühere König Simeon II. von Sachsen-Coburg und Gotha war vor vier Jahren aus dem spanischen Exil in seine Heimat zurückgekehrt und hatte einen Erdrutschsieg bei der damaligen Parlamentswahl errungen. Seine Nationale Bewegung hatte nach der Parlamentswahl am 25. Juni mit den Sozialisten, die als stärkste Partei hervorgegangen waren, vergeblich über eine gemeinsame Regierung verhandelt. In dieser Woche war die Bildung einer Minderheitsregierung aus Sozialisten und Türkenpartei (DPS) gescheitert. Daraufhin hatten die Sozialisten am Donnerstag ihr von Präsident Georgi Parwanow erteiltes Mandat zur Regierungsbildung zurückgegeben und so den Weg für die Nationale Bewegung frei gemacht. (APA/dpa)