Der Diesel-Partikel-Filter (DPF) ist ein System zur Abgasnachbehandlung. Er kann Rußpartikel mit Wirkungsgraden bis zu 99 Prozent filtern.

Funktionsweisen des Diesel-Partikel-Filters:
Man unterscheidet zwei Funktionsweisen - Wandstromfilter, bei denen das Abgas die Wand eines keramischen Filters durchfließt, und Durchflussfilter, bei denen das Abgas den Filter durchfließt. Wandstromfilter haben eine sehr hohe Abscheiderate (95 Prozent) für Partikel, führen aber zu einer geringen Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs. Sie eignen sich nicht zur Nachrüstung. Durchflussfilter werden zur Nachrüstung angeboten. Da das Abgas in einem Durchflussfilter keine feinporöse Wand durchdringen muss, ist der Wirkungsgrad, vor allem für kleinste Partikel, geringer als bei einem Wandstromfilter. Die Partikelmasse wird nur 30 bis 40 Prozent gesenkt. Der Kraftstoffverbrauch steigt nicht.

Grenzwert : Die EU hat für 2010 einen Grenzwert von fünf Milligramm Partikelmasse pro Kilometer avisiert. Diesen Wert kann jedoch nur ein vollwirksamer Partikelfilter erreichen. Im vergangenen Jahr wurden die ersten Pkws mit Dieselpartikelfiltern auf den Markt gebracht. Derzeit ist der Markt für Pkws mit DPF-Ausstattung stark in Bewegung. Auskunft über Hersteller und Modelle erteilen die Automobilklubs und Umweltorganisationen. (jub/DER STANDARD, Printausgabe, 01.08.2005)