In seinem Schaffen geht es vor allem um Emotionen und eine gewisse Störung im Ausleben dieser, die Kommunikation und das Versagen im Versuch sich verbal zu artikulieren. Dabei findet der Künstler großen Gefallen an den kleinen Neurosen und Fehlern des modernen Menschen - Kommunikationsschwäche und das Versagen des menschlichen Balzverhaltens. Aus nahe liegenden Gründen, strebt Riepler dabei eine gewisse Ironie in seiner Arbeit an.

 

Natürlich kommt der Künstler dabei um eine gewisse Selbstreflexion nicht herum, trotzdem ist er ständig bestrebt, Protagonisten und Situation in seiner Arbeit weitgehend zu anonymisieren und verfremden, um dadurch eine gewisse Distanz zu schaffen, die es auch Außenstehenden ermöglich soll, eigene Erfahrungen und Gedanken damit in Verbindung zu bringen.

Riepler möchte Eindeutigkeit vermeiden und möchte Betrachtern gern die Möglichkeit geben, selbst durch eigene Gedanken das Bild praktisch im Kopf zu vollenden. Keinesfalls will der Oberösterreicher etwas verändern oder „verbessern“ durch seine Werke, keine Revolution oder sonstiges, es soll lediglich eine Beschäftigung mit der eigenen Umgebung provoziert werden. Er ist von dem Gedanken überzeugt, dass auch im menschlichen Versagen eine gewisse Ästhetik stecken kann.

Bei der Umsetzung seiner Ideen arbeitet der Künstler in verschiedenen Medien und Techniken, bisher hat Riepler sich aber meistens in einer zweidimensionalen Ebene bewegt.

Zum Wettbewerb hat der Künstler eine Installation im öffentlichen Raum eingereicht.

Zur Person

Linus Riepler wurde 1984 in Vöcklabruck (OÖ) geboren. Mit 16 eine erste Ausstellung in einer Bank in Attnang-Puchheim(OÖ). Seit Oktober 2004 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien, Klasse Prof. Gunter Damisch. Linus Riepler lebt und arbeitet in Wien.