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Schröder muss weiterhin nach einem TV-Duellpartner suchen: Stoiber will nicht für Merkel antreten

foto: apa/epa/Matthias Schrader
Hamburg/Berlin - Der Vorsitzende der deutschen CSU, Edmund Stoiber, will sich nicht für ein Fernsehduell mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zur Verfügung stellen. Bayerns Ministerpräsident reagierte damit auf einen entsprechenden Vorschlag des Kanzlers im Zusammenhang mit der Debatte über die Anzahl der TV-Rededuelle im deutschen Bundestagswahlkampf.

"Das ist doch Unsinn. Schröder soll mit den Mätzchen aufhören und sich mit der Kanzlerkandidatin auf das TV-Duell verständigen", sagte Stoiber gegenüber der "Bild"-Zeitung (Onlineausgabe vom Dienstag). "Denn es gibt wirklich wichtigere Fragen: Die Bürger wollen eine Lösung der großen Probleme und keine Ablenkungsmanöver mehr."

Schröder will an zwei Fernsehduellen im Wahlkampf - wie 2002 in der Auseinandersetzung mit Stoiber - festhalten, während Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel nur eines will. "Mein ernsthafter Vorschlag wäre: Wenn Frau Merkel keine Zeit hat, soll sie doch Herrn Stoiber zum zweiten Duell schicken", sagte Schröder der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag-Ausgabe). (APA/dpa)