Köln - Eine neue Umfrage hat jetzt keine Mehrheit für einen Machtwechsel bei der für den 18. September erwarteten Wahl in Deutschland ergeben. Danach würde es zu einem Patt zwischen Union (CDU/CSU) und FDP sowie Rot-Grün und der Linkspartei kommen. Nach dem neuen "Deutschland-Trend" für die ARD-"Tagesthemen" am Freitag bleibt die Union stabil bei 42 Prozent, die FDP geht um einen Punkt auf 6 Prozent zurück.

Die SPD verbessert sich bei dieser von Infratest dimap vorgenommenen Umfrage um einen Punkt auf 29 Prozent. Die Grünen liegen weiterhin bei 8 Prozent. Die Linkspartei, bei der die Reformkommunisten der PDS für die linke Wahlalternative ihre Listen öffnet, geht um einen Punkt auf 11 Prozent zurück.

Diksussionen über große Koalition

Damit ergäben sich 48 Prozent jeweils für die derzeitigen Oppositions-Parteien Union und FDP auf der einen Seite sowie für SPD, Grüne und Linkspartei auf der anderen Seite. Auch andere Umfragen deuten die Möglichkeit eines knappen Ergebnisses an.

In Berlin hatten daraufhin bereits Diskussionen über eine große Koalition zwischen Union und SPD eingesetzt. Rot-Grün hat eine Koalition mit der Linkspartei strikt abgelehnt.

Für eine große Koalition sprachen sich beim "Deutschland-Trend" 39 Prozent der Befragten aus. Ein Regierungsbündnis von Union und FDP wünschten sich 29 Prozent, eine rot-grüne Koalition 14 Prozent und ein Bündnis von SPD, Grünen und Linkspartei 10 Prozent.

Für die Sonntagsfrage wurden 1.620 Wahlberechtigte zwischen dem 1. und 3. August befragt worden. (APA/dpa)