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Schlosses Herberstein mit dem angrenzenden Areal des Tier- und Naturparks

APA-FOTO: SCHLOSS HERBERSTEIN OEG
Graz - Die steirische Landesregierung befasst sich nun am Donnerstag mit dem Rohbericht des Landesrechnungshofes über den Tier- und Naturpark Herberstein. Die darin enthaltene Kritik zielt auf die Verwendung von Fördergeldern und die mangelhafte Kontrolle durch das Land.

6,9 Mio. Euro an Fördergeldern

Der Landesrechnungshof hat die Förderungen in der Gesamthöhe von 6,9 Mio. Euro untersucht, die seit 1983 geflossen sind. Kern der Kritik sind beträchtliche Privatentnahmen, Doppelverrechnungen, personelle Unvereinbarkeiten und die mangelnde Kontrolle der Förderungsverwendungen durch Landesstellen. Die Privatentnahmen waren von Herberstein mit Bareinlagen, die von der Familie eingebracht worden seien, gerechtfertigt worden.

Pachtlösung auf Eis

Die angestrebte Pachtlösung durch das Land - durch die die politische Diskussion erst richtig in Fahrt gekommen war - liegt vorderhand auf Eis: Klasnic kündigte an, ihre diesbezüglichen Vorlagen zurückzuziehen. Damit ist eine Lösung für den von Finanzsorgen und daher von der Schließung bedrohten Tierpark in die nächste Legislaturperiode vertagt.

Die Herberstein OEG hatte unmittelbar vor Fertigstellung des Prüf- Rohberichts versucht, via zivilrechtlicher Klage eine Weitergabe an die befassten Regierungsmitglieder zu verhindern. Der Landesrechnungshof habe mehr geprüft, als ihm zustehe, lautete das Argument. Die Weitergabe erfolgte am Mittwoch trotzdem, auch den Medien wurde das Dokument zugespielt.

Kritik von Hirschmann

Zu Wort gemeldet hat sich auch Gerhard Hirschmann, der früher als Tourismusreferent ebenfalls mit Förderungen für den Tierpark Herberstein zu tun hatte. Er begrüßte, dass Klasnic die von seiner Liste erhobene Förderung nach Einstellung der Förderungen nachgekommen ist: "Wir werden nach dem 2. Oktober sicherstellen, dass die Verhöhnung der Steuerzahler ein Ende hat". Wichtiger als die Finanzierung eines Tierparks seien neue Straßenprojekte für die Oststeiermark, hieß es in einer Aussendung der Liste Hirschmann. (APA)