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Beste Flugverbindung von A nach B

Hannes Jagerhofer liebt Spektakel, bei denen es flott zugeht. Läuft die ganze Sache dann auch noch schön rund, wie etwa beim Beachvolleyball-Grand-Slam-Turnier in Klagenfurt, ist alles paletti für ihn. Unrund wird er hingegen, wenn etwas zu lange dauert und er warten muss. Zum Beispiel bei der Suche nach der besten Flugverbindung von A nach B. Diese Ungeduld war es letztlich, die ihn wieder einmal umtriebig werden ließ. Diesmal jedoch nicht beinschwingend in Clubbings oder Bälle abschlagend auf Sandböden, sondern klickend im Internet - mit checkfelix.at, einer Suchmaschine für Flüge.

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"Für unsere Events waren

wir pausenlos damit beschäftigt, irgendwelche Flüge für irgendwelche Leute zu finden", erzählt der Event-Manager. Zwei Jahre lang wurde nachgedacht, getüftelt und programmiert. Seit 1. August ist die Internet-Plattform nun online. "Wir haben den Start zwar nicht an die große Glocke gehängt, doch von den 71.000 Zugriffen in den ersten beiden Tagen waren nicht nur wir, sondern auch unsere Server überwältigt", kommentiert Jagerhofer Anfangsschwierigkeiten des Portals, das derzeit nicht immer die gesuchten Flüge ausspuckt.

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So funktioniert es

"Wir wollen vor allem eine Marktübersicht damit bieten", definiert Jagerhofer die Absicht von CheckFelix. "Wer dann einen Flug buchen will, wird auf die Webseite des Anbieters verlinkt." Und so funktioniert's: Der User gibt einmal seine gewünschten Flugdaten in die Suchmaske ein, und in nur zwei Minuten werden gleichzeitig und in Echtzeit mehr als 170 Webseiten von Fluglinien und Online-Reisebüros abgefragt. Die verfügbaren Flüge werden mit Preis, Abflugszeiten, Zwischenstopps usw. ausgegeben.

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Zur leichteren Eingabe

der Destinationen stehen mehr als 300 interaktive Landkarten zur Verfügung, in denen sämtliche Linienverkehrs-Flughäfen eingetragen sind. "Das hilft einem nicht nur auf unbekanntem Terrain, sondern auch wenn man eine Airport-Alternative sucht", erläutert Jagerhofer. Nicht nur Ortsunkundigen, auch Schreibunkundigen hilft das Portal auf die Sprünge. CheckFelix verfügt über mehrere Suchalgorithmen und findet selbst dann "Phuket", wenn man "Buketh" eingegeben hat.

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Der Dienst ist

für den Anwender kostenlos, finanzieren soll er sich nach Vorstellungen Jagerhofers über Bannerwerbung. In Folge soll das Portal auch um Suchanfragen nach Hotels oder Autovermietungen erweitert werden, in den kommenden Monaten soll es auch für Deutschland präsentiert werden.

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Zwei bis drei Millionen Euro

sei die findige Software wert, meint Jagerhofer auf die Frage nach den Investitionskosten. Gewartet und vertrieben wird sie von der im Februar gegründeten Firma JaBo, deren Eigentümer Jagerhofer und der Ex-Apple- und Sony-Manager Leo Bonengl sind.(Karin Tzschentke, DER STANDARD, Printausgabe vom 4.8.2005)

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