Genf - Die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung in den Flüchtlingslagern der westsudanesischen Konfliktregion Darfur (Darfour) hält nach Angaben der internationalen Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) unvermindert an. Allein in den vergangenen drei Wochen hätten Ärzte der Organisation im Krisengebiet 52 Menschen geholfen, die Verletzungen aufwiesen, welche auf Gewalteinwirkung zurückgingen, hieß es in einer am Mittwoch in Genf veröffentlichen Erklärung.

"Uns beunruhigen insbesondere das Andauern dieser Situation und die Folgen für unsere Patienten und ihre Familien", wird MSF-Präsident Rowan Gillies zitiert. MSF ist seit Dezember 2003 in Darfur anwesend. In den 32 MSF-Lazaretten in der Region arbeiten 180 ausländische und 3000 sudanesische Ärzte, Pfleger und anderes Personal.

Kämpfe zwischen regimetreuen arabischen Janjaweed-Reitermilizen und Rebellen hatten im Vorjahr in Darfur eine Flüchtlingswelle unvorstellbaren Ausmaßes ausgelöst. Nach UNO-Angaben wurden bis zu zwei Millionen Menschen vertrieben, davon mehr als 200.000 in den benachbarten Tschad. (APA/dpa)