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Foto: APA/EPA/KEYSTONE ARCHIV/FRANCO GRECO
Im Betrugsprozess gegen den früheren Internet-Unternehmer Alexander Falk und fünf weitere Manager vor dem Hamburger Landgericht haben mehrere Verteidiger am Mittwoch die Staatsanwaltschaft scharf angegriffen und erneut Befangenheitsanträge gegen die Richter gestellt. "Die Richter paktieren mit der Staatsanwaltschaft", meinte Falk-Anwalt Thomas Bliwier.

Ohne gerichtliche Erlaubnis

Nach Ansicht der Verteidiger hatte eine Staatsanwältin ohne gerichtliche Erlaubnis eigenmächtig Akten an sich genommen und für ein graphologisches Gutachten genutzt. Die Verteidigung sei davon nicht informiert worden. Das Gericht habe diesen "eklatanten Verstoß gegen den Grundsatz der Waffengleichheit" toleriert, hieß es. Staatsanwältin Nana Frombach wies den Vorwurf zurück. Ihr Vorgehen decke sich mit dem Ermittlungsauftrag der Staatsanwaltschaft, meinte sie.

Erfolglos

Falk und den Mitangeklagten wird zur Last gelegt, den Wert der Firma Ision durch Scheinumsätze in die Höhe getrieben und sie dann Ende 2000 zu einem überzogenen Preis an die britische Energis verkauft zu haben. In dem Prozess, der genau acht Monate dauert, hatten die Verteidiger bereits mehrfach erfolglos Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter Nikolaus Berger gestellt.(APA/dpa)